Geschichte der Thai-Massage

Die traditionelle Thai-Massage wurde vor 2500 Jahren in Nordindien von dem bedeutenden Arzt Jivaka Kumarbhaccha, einem Gefährten und Freund Buddhas, entwickelt. Jahrhundertelang wurde sie in der Volksmedizin buddhistischer Tempel angewendet, und das Wissen wurde mündlich überliefert.

Die ersten Aufzeichnungen über Massagetechniken stammen aus dem Jahr 1277. Im Jahr 1832 wurde die erste Universität für Thai-Massage im Wat Pho-Tempel gegründet, nachdem dieser renoviert und speziell für diejenigen eingerichtet worden war, die diese urtümliche Technik der Heilung von Körper und Geist erlernen wollten.

Die Thai-Massage basiert auf den Sen Sib, den zehn wichtigsten Energiekanälen, durch welche Lom Pran, die Lebensenergie, fließt. Man glaubt, dass diese Kanäle zwei Fingerbreit unter der Hautoberfläche liegen und sich durch den ganzen Körper erstrecken. Für unsere Gesundheit ist es von größter Bedeutung, dass die Kanäle durchlässig sind und keine Energiestaus auftreten. Die traditionelle Thai-Massage wurde mit dem Ziel entwickelt, alle Energieblockaden zu lösen.

Die physiologischen Wirkungen der traditionellen Thai-Massage auf das Kreislaufsystem umfassen eine verbesserte Lymph- und Blutzirkulation sowie eine Senkung der Herzfrequenz. Ödeme, die durch einen verlangsamten Lymphfluss entstehen, werden reduziert und die Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Körper beschleunigt. Sehnen und Muskeln werden entspannt und Gelenke gedehnt, was zu einer erhöhten Körperflexibilität beiträgt. Die Aktivität des Nerven- und Verdauungssystems wird angeregt.

Im Verlauf der langen Entwicklung und Anwendung dieser Technik wurden Erkenntnisse aus Ayurveda, indischem Yoga, chinesischer Akupressur, Chiropraktik und japanischer Shiatsu-Massage mit einbezogen Die positiven Effekte der Massage werden zusätzlich durch ausgewählte ätherische Öle und Extrakte aus thailändischen Kräutern, Früchten und Blüten verstärkt.